Das Schweigen vor dem
Es gibt Orte, die ihre dunkelsten Geschichten unter einer makellosen Oberfläche verbergen. Oschatz, eine Kleinstadt in Sachsen, empfängt den […] Mehr lesen
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Es gibt Orte, die ihre dunkelsten Geschichten unter einer makellosen Oberfläche verbergen. Oschatz, eine Kleinstadt in Sachsen, empfängt den […] Mehr lesen
Mehr lesenStellen Sie sich eine Zeit vor, die nicht vergeht, sondern sich ausdehnt. Eine Gegenwart, die zur Substanz erstarrt ist, schwer wie nasser Stein und […] Mehr lesen
Mehr lesenDas Erzgebirge ist ein Ort der gefrorenen Geschichten. Sein Granit speichert mehr als nur Jahrmillionen; er bewahrt Seufzer, gebrochene Versprechen […] Mehr lesen
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Das ist ein lust'ges Reisen,
Der Eichbaum kühl und frisch
Mit Schatten, wo wir speisen,
Deckt uns den grünen Tisch.
Zum Frühstück musizieren
Die muntern Vögelein,
Der Wald, wenn sie pausieren,
Stimmt wunderbar mit ein,
Die Wipfel tut er neigen,
Als gesegnet' er uns das Mahl,
Und zeigt uns zwischen den Zweigen
Tief unten das weite Tal.
Der Lichtbüschel. - Der Missionar. - Entführung in einem Lichtstrahl. - Der Lazaristen-Priester. - Wenig Hoffnung..- Des Doctors Sorge. - Ein Leben der Entsagung. - Ueberschreiten eines mehr lesen >>>
Neueste Weimarische Linie. Herzog Wilhelm erhielt in der Theilung Stadt und Amt Weimar mit den Vogteien Brembach, Schwansee, Gebstädt und Magdala, die Ämter Jena, Burgau, mehr lesen >>>
Mit widerhallendem Fußtritt Wandelt ich über die Brück'; Der Mond brach aus den Wolken Und grüßte mit ernstem Blick. Stehn blieb ich vor deinem Hause, Und mehr lesen >>>
In dunkler Straße das niedre Haus - vorüberflutet der Welt Gebraus. Voll Stroh die Lade, nicht Bett noch Schrein, und drüber des leuchtenden Sternes mehr lesen >>>
Silber flimmert das gewölbte blau, das Meer geteilt, rund um den Strand mit Strandkörben sind kleine Cafés und Lokale, in denen abends immer mit mehr lesen >>>
Das Ufer griff dort landzungenartig in den Fluß hinein, so daß man einen freien Ausblick auf das Wasser haben mußte. Endlich bin ich mehr lesen >>>
Vor der prächtigen Semperoper in Dresden erstreckt sich eine Installation, die den Betrachter in eine Welt des Nachdenkens und mehr lesen >>>
Sprecht, ihr mitternächt'gen Sterne, Neigt ihr euch zum Untergang? Weht schon Morgenluft von ferne? Sinkt der Mond mehr lesen >>>
Warum sind das für dich schreckliche Dinge? Du bist ein Kopfgeldjäger. Da wird dir doch das töten nichts mehr lesen >>>
Er nimmts und nässet es mit Tränen, Ich Sünder soll dich segnen? – dich? O, rufet er mit mehr lesen >>>
Er kam von Nirgendwo, er nahm mir leise der Dinge Metermaß und Stundenglas und gab mehr lesen >>>
Die Vorzeit wo die Sinne licht in hohen Flammen brannten, des Vaters Hand und mehr lesen >>>
Wenn die Bäume lieblich rauschen, An den Bergen, an den Seen, Die mehr lesen >>>
So schweige mir vom Himmel, daraus man Dich verstiess; mehr lesen >>>
Diese Kirche gewinnt noch immer mehr an mehr lesen >>>
Wohnt bei dir ein Effendi, welcher mehr lesen >>>
dort war wenigstens mehr lesen >>>
Jetzt weiß ich, mehr lesen >>>
Das war mehr lesen >>>
Es gibt Orte, die ihre dunkelsten Geschichten unter einer makellosen Oberfläche verbergen. Oschatz, eine Kleinstadt in Sachsen, empfängt den Besucher heute mit der gelassenen Ordnung eines postkartenreifen Idylls. Der Marktplatz strahlt behäbigen Frieden aus, die Fassaden glänzen saniert, und in der Luft liegt der Duft von frischem Gebäck. Doch unter diesem Teppich aus Gegenwart liegt eine andere Stadt begraben. Eine Stadt, die im Jahr 1552 erstickte, als die Pest durch die Gassen wütete und eine Angst die Menschen ergriff, so greifbar und körperlich, dass sie sie in ein Geräusch übersetzten: ein nächtliches, unheimliches Schmatzen, das aus dem Friedhof zu dringen schien. Diesem vergessenen Echo folgt ein Mann, angetrieben von einer Mischung aus historischer Neugier und der Faszination für das Absurde. Er ist kein Geisterjäger, sondern ein Sammler von Geschichten, ein Kartograf des kollektiven Gedächtnisses, der wissen will, was bleibt, wenn der Schrecken zur Folklore verkümmert. In einer Touristeninformation überreicht man ihm ein vergilbtes Dokument, eine Chronik, die mit nüchternen Worten von einer monströsen Anweisung berichtet. Zwei Wächter wurden ausgesandt, um in der Augustnacht zu lauschen. Ihre Mission war nicht, zu kämpfen oder zu fliehen, sondern zu horchen. Auf ein Geräusch. Was müssen diese Männer gefühlt haben, als sie in der pestverseuchten Dunkelheit standen, jeder Rascheln, jedes Knacken ihres eigenen Körpers im Ohr? Die Legende berichtet von einer schaurigen Enthüllung, von bleichen Gestalten, die sich aus der Erde schälen. Doch was ist Wahrheit in einem Zeitalter, in dem der Wahnsinn ansteckender war als die Seuche selbst? Vielleicht, so die verstörende Ahnung, war das eigentliche Monster keine auferstandene Leiche, sondern ein lebendiger, verzweifelter Mensch, reduziert auf seine tierischsten Instinkte. Der Besucher spürt, dass die wahre Geschichte nicht in den spektakulären Bildern der Sage liegt, sondern in der entsetzlichen Logik derer, die sie erschufen. Warum zogen sie den Toten später die Kleidung aus dem Mund? Welche Art von Hoffnung steckt in einer so brutalen Geste? Auf dem alten Friedhof von Oschatz sucht er nun nicht nach Geistern, sondern nach der Stille, die auf all diese Fragen antworten könnte. Die Sonne scheint, Vögel zwitschern, und das Gras wächst über den namenlosen Gräbern. Die Vergangenheit scheint endgültig besänftigt. Doch je länger er in der scheinbar friedvollen Stille verharrt, desto lauter wird das Fragen in ihm. Ist der Fluch einer Stadt jemals wirklich vorbei, oder verwandelt er sich nur, wird zur harmlosen Anekdote, die man Kindern erzählt? Der letzte Akt dieser Spurensuche steht noch bevor. Sie wird nicht auf dem Friedhof enden, sondern in der Erkenntnis, die zwischen den Zeilen der Geschichte und der gelassenen Gegenwart klafft. Eine Erkenntnis, die tröstlicher ist - und beunruhigender -, als jede Gespenstergeschichte es je sein könnte. Was, wenn der größte Schrecken nicht darin liegt, dass die Toten schmatzen, sondern dass die Lebenden es sich so sehr einbildeten, dass sie es wahr werden ließen? […] Mehr lesen >>>
Stellen Sie sich eine Zeit vor, die nicht vergeht, sondern sich ausdehnt. Eine Gegenwart, die zur Substanz erstarrt ist, schwer wie nasser Stein und durchdrungen vom süßlichen Modergeruch der Hoffnungslosigkeit. Dies ist kein gewöhnliches Gefängnis, denn seine Mauern werden nicht nur aus Granit, sondern aus Protokoll und Prozedur errichtet. Hier wird ein Urteil nicht mit einem Fallbeil vollstreckt, sondern durch die gnadenlose Präzision des Wartens. Die Bewacher sind keine grobschlächtigen Schläger, sondern Bürokraten des Verfalls, deren Blicke kalibrierte Messinstrumente sind. Das Licht ist ein matter, staubiger Fremdkörper, der niemals den Boden berührt. In dieser erstickenden Stille beginnt die innere Welt des Gefangenen sich zu verformen. Seine Träume führen ihn nicht in die Freiheit, sondern in die klinisch reinen Hallen einer Folterkammer, in der Schmerz mit der Sachlichkeit eines Uhrwerks verwaltet wird. Die reale Bedrohung kommt in grauen Anzügen und mit Ledermappen, um den Fortschritt seiner Degradation zu begutachten und zu quittieren. Doch was geschieht, wenn die Verzweiflung einen Punkt erreicht, an dem sie nicht mehr in Resignation, sondern in eine eigenartige, stille Klarheit umschlägt? Wenn das Brot, das man verweigert, ein Eigenleben entwickelt und einen zarten, weißen Pelz aus Rebellion trägt? Aus der Tiefe der Mauer dringt ein beharrliches Kratzen, ein rhythmischer Herzschlag aus dem Nichts. Ist es ein Tier, eine Wurzel - oder etwas, das von den albtraumhaften Werkstätten unter der Zelle aufsteigt? Diese Geräusche werden zu einer geheimen Botschaft, zu einem Beweis dafür, dass das perfekte System Risse hat. Die größte Macht der Unterdrücker liegt in ihrer erdrückenden Logik. Was aber, wenn man beginnt, ihre eigene Sprache zu sprechen? Wenn man nicht um Gnade, sondern um die Einhaltung der Verfahrensordnung bittet und eine offizielle Beschwerde über die Luftqualität einreicht? Ein winziger, papierener Keil wird in das Getriebe der Maschinerie getrieben. Der Galgen entpuppt sich nicht als Ende, sondern als ein andauernder Prozess. Und innerhalb dieses Prozesses beginnt ein subtiler, unsichtbarer Krieg um die Kontrolle über die Zeit selbst. Es ist der Kampf zwischen der lähmenden Gewalt der Verwaltung und der unzerstörbaren, oft absurden List des menschlichen Geistes, der selbst in der tiefsten Dunkelheit nach einem Spalt sucht, durch den ein Funke Autonomie dringt. Wird es ihm gelingen, die Galgenzeit nicht nur zu erdulden, sondern sie sich zu eigen zu machen, und was wartet am Ende dieses surrealen Weges, die Befreiung oder eine noch tiefere, raffiniertere Form der Gefangenschaft? […] Mehr lesen >>>
Das Erzgebirge ist ein Ort der gefrorenen Geschichten. Sein Granit speichert mehr als nur Jahrmillionen; er bewahrt Seufzer, gebrochene Versprechen und die namenlose Last ungesagter Abschiede. In den Tälern, wo der Nebel wie vergessener Atem hängt, sind die Grenzen dünn. Die Wirklichkeit hier ist nicht fest, sie schwankt unter den Füßen wie ein moosbedeckter Baumstamm über einem Bach. Manche Pfade erscheinen nur im Licht eines bestimmten Mondes, und manche Häuser sind nur für diejenigen sichtbar, die eine Trauer in sich tragen, die nach Antworten schreit. Aus einer solchen unsichtbaren Wunde bricht die Geschichte. Sie beginnt nicht mit einem Helden, sondern mit einem Zeugen. Einem Mann, der auf dem holprigen Weg nach Hause in das erstarrte Antlitz eines Bekannten blickt und darin einen Abgrund erkennt, der weit über persönliches Leid hinausreicht. Dieser Augenblick - eine rote Nase im Dämmerlicht, ein in Staub zerfallender Kiefernzapfen, ein Blick voller Anklage gegen die Weltordnung - wird zum Samen einer unausweichlichen Reise. Es ist der Ruf des Gebirges selbst, eine Einladung in sein knöchernes Herz, wo Gefühle nicht abstrakt sind, sondern eine greifbare, oft gefährliche Physik besitzen. Dort, in einem verwachsenen Haus, das der Berg einst ausspuckte, wartet keine Fee aus alten Märchen. Sie wartet eine Hüterin. Eine Frau mit Gletscheraugen und erdverkrusteten Händen, für die Magie kein Zauberstab, sondern die Kenntnis der feinen Risse in der menschlichen Seele ist. Sie bietet keine einfache Quest an, sondern einen faustischen Handel: die Rettung eines im Eis gefangenen Herzens gegen die eigene, makellose Gewissheit. Der Weg dorthin führt nicht durch Monsterhöhlen, sondern durch die lebendigen Landschaften unserer innersten Zustände. Man betritt einen Garten, in dem Trauer zu schwarzen Rosen erstarrt ist, und begegnet der Wut als glühendem Fuchs. Die Prüfungen fordern keine Stärke, sondern das Gegenteil: die demütige Bereitschaft, sich von diesen Kräften durchdringen zu lassen, sie zu teilen, zu verwandeln. Die eigentliche Gefahr liegt jedoch nicht in der Begegnung mit diesen entfesselten Gefühlen, sondern in der Erkenntnis, die sie freisetzen. Der größte Fluch, so stellt sich heraus, ist kein böser Spruch, sondern eine menschliche Weigerung. Die Unfähigkeit, loszulassen. Die Angst vor dem endgültigen Wort. Die Auflösung wartet nicht in einem epischen Kampf, sondern in einem geflüsterten Satz, der die gesamte, mühsam errungene Einsicht bündelt. Doch die Erlösung eines anderen fordert ihren Tribut. Was bleibt von einem Menschen, der die Mechanik der Seele gesehen hat? Was sieht er, wenn er zurückblickt auf seine eigene, gewöhnliche Welt? Die Berge werden weiterflüstern. Die Frage ist, ob du bereit bist, das Echo in deinem eigenen Herzen zu erkennen. […] Mehr lesen >>>
In einem scheinbar friedlichen Dorf, dessen Name längst in Vergessenheit geraten sein könnte, verharrt eine Geschichte voller Magie und Verborgenem. Seit unzähligen […]
Im verschlafenen Herzen des Erzgebirges liegt ein kleines Dorf, umgeben von dunklen Wäldern und alten Geschichten, die kaum noch einer zu erzählen wagt. Hier wächst […]
Was bringt der Wind herauf So fremden Laut getragen, Als hört ich ferner Ströme Lauf, Dazwischen Glocken schlagen? Das ist des Nachtgesanges Wehn, Sie loben Gott in […]