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Internet-Magazin Lenz Und Morgenrot Kein Weg Dahin ...

Kein Weg zurück ins Paradies?
Eine nostalgische Reise durch die Sandebene der Zeiten.

Die Karte von Lenz und der Ruf der Straße.

Der Weg nach Lenz war länger, als ich gedacht hatte. Die Karte zeigte ihn als dünne Linie, die sich durch die Hügel der sächsischen Landschaft schlängelte. Ich hatte sie in einem alten Buch gefunden, zwischen den Seiten eines Reiseführers aus dem neunzehnten Jahrhundert. Ein Dorf, das niemand mehr kannte. Ein Ort, der nur darauf wartete, entdeckt zu werden. Ich packte meinen Rucksack, zog meine Wanderschuhe an und machte mich auf den Weg. Ich wusste nicht, dass dieser Weg mich nicht nur nach Lenz führen würde, sondern auch zurück in mein eigenes Leben.

Die Ankunft im Dorf der Entscheidungen.

Das Dorf lag im Morgenrot, eingebettet zwischen sanften Hügeln und weiten Wiesen. Die Häuser waren alt, ihre Fassaden verwittert, aber sie standen noch. Die Bäume waren groß, ihre Äste weit, als hätten sie die Zeit überdauert, die sie umgeben hatte. Ich trat auf den Dorfplatz. Ein Brunnen in der Mitte, eine Bank am Rand. Die Stille war so dicht, dass ich mein eigenes Herz hören konnte. Ein alter Mann saß auf der Bank. Er trug eine abgewetzte Jacke und einen Hut, der tiefer in sein Gesicht gezogen war. Seine Hände ruhten auf einem Stock, seine Augen waren geschlossen. Ich setzte mich neben ihn. "Sie sind neu hier", sagte er, ohne die Augen zu öffnen. "Ja", sagte ich. "Ich bin auf der Suche." "Die Suche ist das Leben", sagte er. "Nur die Antworten sind unterschiedlich." Er öffnete die Augen. Sie waren klar, fast durchsichtig. "Was suchen Sie?" "Ich suche den Weg zurück", sagte ich. Der alte Mann lächelte. "Es gibt keinen Weg zurück. Es gibt nur den Weg vorwärts."

Der Brunnen am Dorfplatz.

Der Brunnen war still. Das Wasser stand tief, fast schwarz, als würde es das Licht verschlucken. Ich beugte mich darüber und sah mein eigenes Spiegelbild. Es war verzerrt, aber es war da. Mein Gesicht, älter als ich es in Erinnerung hatte. Die Falten um die Augen, das Grau in den Haaren. "Wann bin ich so alt geworden?", fragte ich mich. Eine Stimme antwortete. Eine junge Stimme, hell und klar. "Jeden Tag", sagte sie. Ich drehte mich um. Ein Mädchen stand hinter mir. Es trug ein Kleid aus Leinen und hatte Blumen im Haar. "Du siehst dein eigenes Spiegelbild", sagte sie. "Aber du siehst es falsch." "Wie meinst du das?", fragte ich. "Du siehst das, was war, nicht das, was ist." Sie deutete in den Brunnen. Das Wasser war klarer geworden. Ich sah mein Gesicht, aber es war jünger. Fröhlicher. Ein Gesicht, das ich fast vergessen hatte. "Das ist ein Trick", sagte ich. "Nein", sagte sie. "Das ist die Wahrheit. Du denkst, du hast dich verändert. Aber du hast dich nur von dir selbst entfernt."

Die Begegnung auf dem Hügel.

Der Weg führte mich aus dem Dorf hinaus, über die Wiesen, die im Morgenrot leuchteten. Das Gras war feucht, die Luft frisch. Auf dem Gipfel des Hügels stand ein Baum. Eine Eiche, so groß, dass ihre Äste den Himmel zu berühren schienen. Ein Mann stand unter dem Baum. Er war jung, vielleicht dreißig. Seine Kleidung war schlicht, sein Blick war fest. "Du bist der Reisende", sagte er. "Ja", sagte ich. "Ich bin der Wächter dieses Hügels", sagte er. "Ich sehe die Menschen kommen und gehen. Ich sehe ihre Wege." "Und was siehst du?", fragte ich. "Ich sehe, dass du den falschen Weg suchst." "Welchen Weg suche ich?" "Den Weg zurück", sagte er. "Aber der führt nirgendwohin. Die Vergangenheit ist wie dieser Hügel. Du kannst auf ihn schauen, aber du kannst nicht mehr auf ihm stehen. Du stehst jetzt hier." Er deutete auf den Boden unter meinen Füßen. "Das ist dein Weg. Nicht der, der war. Der, der ist."

Das Gespräch im Wirtshaus.

Das Wirtshaus am Rande des Dorfes war klein, aber warm. Der Ofen brannte, das Licht war gelb und weich. Eine alte Frau stand hinter dem Tresen. Sie trug eine Schürze und ein Lächeln, das tiefe Falten in ihrem Gesicht zog. "Was darf es sein?", fragte sie. "Ein Bier", sagte ich. "Und vielleicht ein Rat." Sie schob mir das Glas über den Tresen. Das Bier war dunkel und kühl. "Was für ein Rat?", fragte sie. "Wie finde ich den Weg zurück?" Sie lachte. Es war ein warmes, ehrliches Lachen. "Zurück? Da ist nichts zurück. Nur vorwärts." "Alle sagen das", sagte ich. "Weil es wahr ist", sagte sie. "Die Menschen kommen zu mir und sagen, sie wollen zurück. Zurück zu ihrer Jugend. Zurück zu ihrer Liebe. Zurück zu dem, was sie einmal waren." Sie lehnte sich über den Tresen. "Ich sage ihnen immer dasselbe. Du warst einmal jung. Du warst einmal verliebt. Du warst einmal glücklich. Aber das ist vorbei. Das ist nicht mehr dein Weg. Dein Weg ist der, der vor dir liegt." "Das ist hart", sagte ich. "Das ist das Leben", sagte sie.

Die Wiese am Waldrand.

Die Wiese am Waldrand lag im Schatten der Bäume. Die Sonne fiel in Streifen durch die Blätter und malte Muster auf den Boden. Ich setzte mich ins Gras und blickte in den Himmel. Die Wolken zogen langsam vorbei, formten sich und lösten sich wieder auf. "Alles vergeht", sagte ich zu mir selbst. "Ja", sagte eine Stimme. Ein junger Mann trat aus dem Wald. Er trug einen Rucksack und einen Wanderstab. "Alles vergeht", wiederholte er. "Aber nichts verschwindet." "Was meinst du damit?", fragte ich. "Die Wolken verschwinden nicht. Sie werden nur zu etwas anderem. Der Regen, der aus ihnen fällt, wird zu Flüssen, die ins Meer fließen. Das Wasser verdunstet und wird wieder zu Wolken." Er setzte sich neben mich. "Deine Vergangenheit ist wie eine Wolke. Sie ist nicht weg. Sie ist nur anders geworden. Sie ist der Grund, warum du heute hier sitzt. Und morgen wirst du der Grund sein, warum jemand anders hier sitzt."

Der Blick auf das Morgenrot.

Die Sonne ging auf, als ich den höchsten Punkt des Dorfes erreichte. Das Morgenrot färbte den Himmel in einem Orange, das ich nie zuvor gesehen hatte. Es war kein sanftes Licht, kein zartes Erwachen. Es war eine flammende, gewaltige Geste, die alles verschlang. Ich stand auf dem Hügel und blickte über das Dorf. Die Häuser waren klein, die Wiesen weit, die Bäume hoch. Alles war da. Alles war, wie es immer gewesen war. Nur ich hatte mich verändert. Ich hatte geglaubt, dass der Weg zurück existierte. Dass ich die Vergangenheit wiederfinden könnte, wenn ich nur lange genug suchte. Aber die Vergangenheit war nicht verloren. Sie war in mir. Das Morgenrot tauchte die Welt in ein Licht, das ich nie vergessen würde. "Das ist nicht das Ende", sagte ich zu mir selbst. "Das ist der Anfang."

Der Abschied von Lenz.

Die Straße führte aus dem Dorf hinaus. Ich hatte meine Sachen gepackt. Der Rucksack war leichter als zuvor, als hätte ich etwas zurückgelassen, das ich nicht mehr brauchte. Der alte Mann stand am Dorfplatz und winkte. "Du gehst", sagte er. "Ja", sagte ich. "Die Reise geht weiter." "Wohin?" "Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass es vorwärts geht." Der alte Mann nickte. Sein Lächeln war warm. "Dann geh", sagte er. "Und wenn du zurückkommst, erzähl mir, was du gefunden hast." "Was werde ich finden?", fragte ich. "Das, was du suchst", sagte er. "Nicht die Vergangenheit. Die Zukunft." Ich ging. Der Weg war steinig, aber er führte mich vorwärts.

Die Alpen im Unbekannten.

Monate später erreichte ich die Alpen. Die Gipfel ragten in den Himmel, ihre Spitzen waren mit Schnee bedeckt. Die Täler waren grün, die Seen waren klar. Es war eine Landschaft, die so anders war als alles, was ich je gesehen hatte. Ich stieg den Berg hinauf. Meine Beine schmerzten, meine Lungen brannten. Aber ich gab nicht auf. Auf dem Gipfel angekommen, atmete ich tief ein. Der Wind war kalt, der Himmel war klar. Ich sah die Berge, die Wälder, die Täler. Alles war so groß, dass ich mich selbst vergessen konnte. "Das ist es", sagte ich. "Das ist das Unbekannte." Eine Stimme neben mir. "Das ist das Leben." Ein alter Mann stand neben mir. Er trug einen Bergstock und ein Lächeln. "Du hast den Gipfel erreicht", sagte er. "Aber der Weg geht weiter." "Wohin?", fragte ich. "Nach unten. Und dann wieder nach oben. Das ist der Kreislauf. Der Weg endet nie."

Die Rückkehr zur Ebene.

Die Rückkehr aus den Alpen war schwerer als der Aufstieg. Die Beine schmerzten, der Rücken war steif. Aber ich spürte etwas, das ich vorher nicht gespürt hatte. Ein Gefühl der Leichtigkeit. Die Ebene lag vor mir, grün und weit. Die Dörfer waren klein, die Menschen waren freundlich. Ich war nicht mehr auf der Suche nach dem Weg zurück. Ich war auf der Suche nach dem Weg vorwärts. Ein Junge stand am Straßenrand und winkte. "Wo gehst du hin?", fragte er. "Nach vorne", sagte ich. "Warum?" "Weil der Weg zurück nicht existiert." Der Junge lachte. "Das hat mir mein Großvater auch immer gesagt." "Dein Großvater hatte recht." Der Junge nickte und rannte davon. Ich sah ihm nach. "Vielleicht eines Tages", sagte ich zu mir selbst, "verstehst du es auch."

Der Ort, den es nicht gibt.

Ich kam an einem Ort vorbei, der nicht auf der Karte stand. Ein kleines Dorf, versteckt zwischen Hügeln und Wäldern. Die Häuser waren alt, die Straßen waren leer. Es war, als hätte die Zeit diesen Ort vergessen. Ich klopfte an eine Tür. Eine alte Frau öffnete. Ihre Augen waren klar, ihre Hände waren ruhig. "Was suchst du hier?", fragte sie. "Ich weiß es nicht", sagte ich. "Ich bin einfach gekommen." "Das ist der beste Grund." Sie ließ mich ein. Das Haus war warm, der Geruch von Brot und Kräutern erfüllte die Luft. Ich setzte mich an den Tisch, und sie stellte eine Tasse Tee vor mich. "Du suchst den Weg zurück", sagte sie. "Ja", sagte ich. "Aber ich habe verstanden, dass es ihn nicht gibt." "Das ist die erste Wahrheit", sagte sie. "Die zweite ist, dass du den Weg vorwärts trotzdem finden kannst."

Die Erkenntnis.

Ich saß auf einer Bank am Rande des Dorfes und blickte über die Felder. Die Sonne stand tief, das Licht war golden. Die Vögel sangen, der Wind wehte. Ich hatte aufgehört, nach dem Weg zurück zu suchen. Ich hatte aufgehört, die Vergangenheit zu beklagen. Ich hatte verstanden, dass der einzige Weg, der zählte, der Weg vorwärts war. Die Erkenntnis kam langsam, wie das Morgenrot über den Hügeln. Es war kein Blitz, keine Offenbarung. Es war ein stilles, unumstößliches Wissen, das sich in mir festsetzte. "Das ist es", sagte ich zu mir selbst. "Das ist das Leben. Nicht der Weg zurück. Der Weg vorwärts."

Der Weg führt vorwärts, immer weiter.

Ich ging weiter. Die Straßen führten mich durch Täler und über Berge, durch Städte und Dörfer. Ich traf Menschen, die mir Geschichten erzählten. Ich hörte zu, und ich lernte. Lenz war nicht mehr nur ein Dorf. Es war ein Ort in mir, ein Ort, an den ich zurückdenken konnte, ohne traurig zu sein. Die Vergangenheit war nicht verloren. Sie war ein Teil von mir geworden. Das Morgenrot über den Hügeln von Lenz leuchtete in meiner Erinnerung, heller als jedes Licht, das ich je gesehen hatte. Kein Weg führte zurück. Aber jeder Weg führte vorwärts. Und das war genug.


Mit herzlichem Dank und einem Blick auf das Morgenrot des Unbekannten,
Ihr Kartograf der Lebenswege und Entdecker der inneren Welten.

Quellenangaben:
Inspiriert von majestätischen Gipfeln, die im Licht der aufgehenden Sonne glänzen.
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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still wie am Sabbat, heiß und sonnig. Die Leute schienen alle im Feld bei der Arbeit, und in der Luft schwirrte und summte es von Käfern und Insekten und dieser Ton giebt einem immer das Gefühl, als ob alles vereinsamt, jedermann gestorben und begraben sei. Kommt dann ein leichtes Lüftchen und bewegt die Blätter leise, so meint man das Flüstern der Geister der Dahingeschiedenen zu hören und es läuft einem ordentlich kalt über den Rücken, und man wünscht selbst tot und begraben zu sein und erlöst von all dem Übel der Welt. In den letzten hundert Jahren hat sich viel zum Positiven verändert, viele beherzte und mutige Frauen und Männer haben Bestimmungen und Gesetze für mehr Chancengleichheit durchgesetzt. In Sachen Bildung haben Mädchen mittlerweile aufgeschlossen und in manchen Bereichen die Jungen überholt. Doch diese Entwicklung setzt sich bei der beruflichen Karriere nicht fort. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist immer noch nicht erreicht. Deswegen wurde 2008 der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendliche geförderte Equal Pay Day oder auch Rote-Taschen-Tag von der BPW (Business and Professional Women) initiert, bei dem am 15. April Frauen durch das Tragen roter Taschen am 15.4. auf die Lohnunterschiede aufmerksam machen.Im heutigen Deutschland neu ins Bewusstsein gerückte Frauen- und Menschenrechtsverletzungen wie Genitalverstümmelungen und Ehrenmorde, denen in der Regel Frauen zum Opfer fallen, Zwangsheirat und prostitution sowie Frauenhandel machen deutlich, dass Frauenrechte einklagbare Menschenrechte sein müssen. Viele Gründe, den 8. März als Tag der erreichten wie der noch ausstehenden Frauenrechte zu feiern und hochzuhalten. Übrigens wird am Ende des Striezelmarkts die schönste Bude von der Marktleitung prämiert. Hierzu kann jeder Besucher im Laufe des Striezelmarkts die für ihn schönste Bude bestimmen und die Bude die am Ende die meisten Stimmen bekommen hat gewinnt den Preis für die am schönsten geschmückte Bude. Seine Leiche wurde vorläufig in einer alten Scheune verborgen und in der nächsten Nacht nach der Heimat befördert und zwar nach Dresden. […] Mehr lesen >>>


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