Der Garten flüstert,
Der Morgen begann mit einem Verrat. Nicht mit Getöse, nicht mit Drama - nur mit einer leeren Stelle auf der Fußmatte, wo noch gestern Wärme gelegen […] Mehr lesen
Mehr lesenIhr Unternehmen vernetzen
Der Morgen begann mit einem Verrat. Nicht mit Getöse, nicht mit Drama - nur mit einer leeren Stelle auf der Fußmatte, wo noch gestern Wärme gelegen […] Mehr lesen
Mehr lesenDie Luft hing schwer über dem Teich, als wäre die Nacht selbst atemlos geworden. Der Geruch nach nassem Stein erinnerte an einst vergrabene Worte. […] Mehr lesen
Mehr lesenDie Stadt atmet den staubigen Atem eines gewöhnlichen Donnerstagsmorgens. In einer Straßenbahn, deren Achsen das ächzende Lied der Routine singen, […] Mehr lesen
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Mit einem erleichterten Herz und den faszinierendsten Entdeckungen aus dem Wald des Vogtlands,
Ihr Entdecker und Waldwanderer.
*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.
Quellenangaben:
Inspiriert von den düsteren Erinnerungen an einem herbstlichen Vormittag
Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen,
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
Der Seemann rief ihm nur ein Wort zu. Lebend" fragte er. Der Reporter kniete neben dem bewegungslosen Körper nieder und legte sein Ohr auf die Brust des Ingenieurs, dessen Kleidung er mehr lesen >>>
Zwei junge Gesellen gingen Vorüber am Bergeshang, Ich hörte im Wandern sie singen Die stille Gegend entlang: Von schwindelnden Felsenschlüften, Wo die Wälder rauschen so mehr lesen >>>
die von der Hitze rissig geworden war; es schien verlassen; nur hie und da zeigten sich einige Spuren von Karawanen, wie gebleichte, halb abgenagte Gebeine von mehr lesen >>>
Ich wollte ihr insgeheim ins Ohr flüstern, was in mir die ganze Zeit lebt und atmet. Ich bin das Licht, du bist die Finsternis. Ich bin die Flamme Du bist mehr lesen >>>
Hu, wie glutig Der Mond in zackiger Wolke rollt! Gleich der Augenkugel blutig Von feuerschwangrem Drachen Mit aufgerissenem Rachen! Das Auge mehr lesen >>>
Am Abend hatten sie ein großes Essen, und all die Männer und Frauen waren dabei. Ich stand hinter den Stühlen des Königs und des mehr lesen >>>
Im Hotel Bellariva ein Zimmer mit Blick zum Lido, Brandung, Wellenrauschen, Strand und einem Bett für die Nacht. Richtig mehr lesen >>>
Vergangne Jahre schweben Mit Wind und Wolken fort, Vergangen Leid und Leben, Verklungen Lied und Wort. Der Wind mehr lesen >>>
Ein eigener Schnabel zum Singen war gewachsen, Weil er nicht sang, wie jedermann sung: Auch die weiteren mehr lesen >>>
Dunkle Schatten huschten durch die Gassen der Dresdner Neustadt. Ein bedrohlicher Hauch lag in mehr lesen >>>
Bereits bei ihrem ersten Zusammentreffen hatte er ein ungutes Gefühl gehabt, mehr lesen >>>
Dieser Umstand war so auffallend, daß Fergusson's Aufmerksamkeit darauf mehr lesen >>>
Lächelnd, - ob sie auch verblasse, unsres Capri Rosenzier, - durch mehr lesen >>>
Erholung wird in Göhren groß geschrieben. Was gibt es mehr lesen >>>
Das erste Licht, der erste Wind weht durch mehr lesen >>>
Ewig muntres Spiel der Wogen! Viele mehr lesen >>>
Vom kleinen Gartenfest mit mehr lesen >>>
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Der Morgen begann mit einem Verrat. Nicht mit Getöse, nicht mit Drama - nur mit einer leeren Stelle auf der Fußmatte, wo noch gestern Wärme gelegen hatte. Der linke Lederschuh erkannte es sofort: Sein Zwilling war fort. Kein Abschied, kein letztes Quietschen auf den Fliesen. Nur das Schweigen eines Hauses, das seine Geheimnisse hinter Kühlschranksummen verbarg. Doch der Garten wusste mehr. Zwischen welkem Laub und vergessenen Gänseblümchen lag der rechte Schuh, halb versunken in feuchter Erde. Die Käfer unter ihm interessierten sich nicht für seine Geschichte, aber der alte Granitstein am Beetrand schon. Er, der selbst einst vom Frost gespalten worden war, erkannte den Schmerz im Leder. "Du wirst ihn wiederfinden", raunte der Wind durch die Brennnesseln. Oder war es das Moos, das da sprach? Drinnen, im Dunkel des Schuhschranks, begannen die Gummistiefel zu tuscheln. "Er wird ihn polieren", zischte der linke, während sein Zwilling nervös an der Naht zuckte. Selbst das Flipflop mit dem lockeren Riemen reckte sich neugierig vor. Nur der Wanderschuh schwieg. Er kannte die Wahrheit: Manche Dinge verschwinden nicht einfach. Sie werden fortgetragen - von Gedanken, von Winden, von der flüchtigen Hand eines Mannes, der seine eigenen Wege baute. Dann der Sturz. Ein kurzer Schmerz auf hartem Stein, ein Aufschrei, der keiner war. Als der Herr den verlorenen Schuh aufhob, spürte er plötzlich das Pochen im Leder. Nicht sein eigenes Herz. Das ihre. "Du hast uns vergessen", flüsterte der Schuh. Und in diesem Moment begann der Garten zu atmen. Die Steine im frisch gelegten Pfad richteten sich millimeterweise auf. Die Wurzeln der Pfingstrose umschlangen heimlich einen Kiesel. Irgendwo knarrte die Schubkarre, als wolle sie sagen: Alles beginnt mit einem Bruch. Aber alles endet mit einem Weg. Doch die eigentliche Frage lag noch im Flur, zwischen Staub und Sonnenstrahlen: Was geschieht, wenn ein Schuhschrank anfängt, Erinnerungen zu hüten? […] Mehr lesen >>>
Die Luft hing schwer über dem Teich, als wäre die Nacht selbst atemlos geworden. Der Geruch nach nassem Stein erinnerte an einst vergrabene Worte. Nebel kräuselte sich über dem Wasser, nicht weiß, sondern durchscheinend wie die Haut eines Geistes. Die silberne Schale lag jetzt am Grund, doch ihr Muster, der durchbrochene Kreis, die drei Striche brannte sich hinter Claras Augen ein, selbst als sie die Hand auf ihren Bauch presste. Es bewegte sich. Nicht wie ein Kind. Wie etwas, das nur wartete. Der Alte hatte gelogen. Es gab keine Wahl. Nur ein Opfer und ein Versprechen. "Es ist nicht euer Kind. Es ist das letzte Tor." Die Worte des Hüters hallten noch immer in den Mauern der alten Kirche nach, zwischen den Stimmen im Stein, die von anderen flüsterten, die denselben Pfad gegangen waren. Frauen mit Mondkränzen. Kinder mit silbernen Augen. Und dann die Weiße. Sie stand jetzt am Ufer, ihr Kleid aus Licht, ihr Lächeln kalt wie das Glas auf dem Altar. "Endlich", hatte sie gesagt. Nicht zu Clara. Zum Kind. Ein Windstoß riss mich aus den Gedanken. Clara kniete im Wasser, ihre Finger gruben sich in den Schlamm, als wollte sie die Erde selbst festhalten. Ihr Lachen klang falsch. Zu hell. Zu frei. "Es ist gut." Doch das Blut an ihren Beinen erzählte eine andere Geschichte. Und dann - das Mädchen. Es tauchte nicht auf. Es war einfach da. Leuchtend. Lächelnd. Mit Augen, die mehr wussten, als je ein Mensch tragen könnte. Heute sitze ich allein. Der Burgunder in meinem Glas schmeckt nach Asche. Draußen heult der Wind, aber ich kenne den Unterschied jetzt. Es ist kein Tier. Es ist eine Erinnerung. Und manchmal, wenn der Mond zu silbern scheint, sehe ich sie am Teich stehen. Clara. Die Weiße. Das Kind. Sie winken nicht. Sie warten. Dann rief ein Glas Burgunder, Oh, Mond, du göttliches Wunder! […] Mehr lesen >>>
Die Stadt atmet den staubigen Atem eines gewöhnlichen Donnerstagsmorgens. In einer Straßenbahn, deren Achsen das ächzende Lied der Routine singen, hält jeder Passagier sein kleines Privatdrama in den Händen: eine zusammengeknüllte Rechnung, den stumpfen Blick auf ein Smartphone, die stumme Resignation im Blick. Dann durchschneidet es die Luft, unsichtbar und unerbittlich - eine Melodie. Sie kriecht aus den Lautsprechern, nicht laut, aber unwiderstehlich, ein akustisches Insekt, das sich in den Geist bohrt. Anfangs ist es nur ein leises Summen im Ohr, ein nerviger Wiederholungszwang. Doch bald wird klar: Dieser Klang ist anders. Er beißt sich fest und beginnt, zu verändern. Die Gesichter der Menschen, eben noch Schattenlandschaften aus Alltagssorgen, verziehen sich. Nicht zu Stirnrunzeln, sondern zu etwas Unmöglichem: zu Grinsen. Zu einem breiten, unkontrollierbaren, schmerzhaft weit gezogenen Lächeln. Ein älterer Mann, dessen Mundwinkel seit Jahren nur nach unten zeigten, strahlt plötzlich wie ein Kind. Eine Frau, in hektische Gedanken versunken, bricht in glucksendes Lachen aus. Panik blitzt in ihren Augen auf, die ihren eigenen, sich verselbstständigenden Muskeln hilflos ausgeliefert sind. Die Atmosphäre kippt von Langeweile in surreale Angst. Was geschieht hier? Ist es ein kollektiver Wahnsinn, ein Gift in der Luft - oder etwas, das gezielt lauscht und manipuliert? Da steigt er ein, an einer Haltestelle, an der niemand einsteigen sollte. Seine Anwesenheit kühlt die Luft um mehrere Grad ab. Er ist Eleganz und Unheil in einem, ein Mann in makellosem Rot, dessen Lächeln das der anderen nicht spiegelt, sondern zu befehlen scheint. Sein Blick streift über die Karikaturen von Fröhlichkeit, als würde er ein Werk begutachten. Er sagt nichts zur Menge. Vielleicht braucht er es nicht. Die Melodie scheint von ihm auszugehen, ein Köder, eine Falle. Wer ist dieser Mann, der keine Seele zu fordern scheint, sondern nur dieses groteske, erstarrte Glück? Und was bleibt von einem Menschen übrig, wenn seine eigenen Emotionen zur Marionette einer fremden Melodie geworden sind? Die Straßenbahn rumpelt weiter, ein Gefängnis auf Schienen, gefüllt mit stummen, grinsenden Statuen. Der Mann in Rot steigt aus, sein Werk getan. Doch das Summen in den Köpfen bleibt, ein lebendiges Echo. Es klingt nicht nach. Es wartet. Und die Stadt da draußen, ahnungslos und voller Leben, ist ein frisches, unberührtes Stück Notenpapier. Was wird geschehen, wenn die Melodie wieder einsetzt, nicht in einer Bahn, sondern in einem ganzen Viertel? Der erste Ton hat bereits gespielt. Der nächste Zug ist nicht mehr aufzuhalten. […] Mehr lesen >>>
Die Luft in Dresden trägt Worte, die keiner mehr sagt und in den Schatten bewegt sich etwas, das keinen Namen trägt. Dresdener Nächte beginnen nicht mit Dunkelheit, […]
Nieselburg schläft nie ganz, selbst wenn die Laternen flackern und der Regen unaufhörlich durch die engen Gassen rinnt. Tropfen schlagen auf die Pflastersteine, […]
In einer vergessenen Kammer erwachte ein Gesetz aus dem Staub alter Schuld. Es beginnt mit einer stillen Bewegung zwischen alten Akten. Die Kammerkasse ist kein Ort der […]